english  | Home | Sitemap | KIT

Segelflugmeteorologie

Anfang der 80er Jahre wurde von D. Müller und Ch. Kottmeier eine Thermikkarte für Norddeutschland und von Manfred Kreipl eine für Süddeutschland entwickelt. Später folgte eine Erweiterung auf Ostdeutschland durch Bernd Frettlöh. 

© Karte Norddeutschland: D. Müller und Ch. Kottmeier, 1982
© Karte Süddeutschland: M. Kreipl, 1983
© Karte Ostdeutschland: B. Frettlöh, 1991

Streckenflüge sollten sorgfältig geplant werden. Die vorliegenden Thermikkarten dienen als Orientierung für die Optimierung von Streckenflügen bei bei Hochdruckwetterlagen mit alternder Luftmasse.

Wichtig:
Diese Karten können nicht bei frisch eingeströmter Kaltluft verwendet werden, da es dann nicht mehr zu ausgeprägten Abgrenzungen der Thermikgüte kommt.

Nach längerer Trockenheit zeigen die Moorgebiete eine wesentlich stärkere thermische Aktivität als im Normalfall. Andererseits entwickeln Gebiete mit höhere Bodenfeuchte später brauchbare Konvektion, rufen dann aber im Tagesgang meist einen höheren Bedeckungsgrad der Quellbewölkung hervor als trockene Flächen.

Böden mit sandsteinigem Untergrund liefern besser Konvektion als Böden mit kalksteinigem Unterbau.
Das gilt auch im Mittelgebirge.

Trockene Böden (hoher Sandanteil, grundwasserfern) haben eine wesentlich höhere konvektive Tätigkeit, da keine Energie zur Verdunstung von Feuchte verwendet werden muß. Das ist besonders wichtig über nacktem Fels (trotz höherer Wärmeleitfähigkeit!). Für die langanhaltende Thermik abends eben über diesen Gesteinen ist die hohe Wärmeleitfähigkeit 'verantwortlich'.

Bei gleichbleibender Bodenfeuchte ist die Verdunstung bei Böden mit Vegetation höher als bei vegetationslosen Böden.

Die Einstufungskriterien müssen selbstverständlich zur jeweiligen Umgebung relativiert werden, da beispielsweise sich mäßige Thermik im Alpenraum anders verhält als mäßige Thermik im Rheingraben!

Es wurde versucht Areale von kleiner 10km Ausdehnung herauszuheben, wenn diese deutliche Unterschiede zur thermischen Güte der Umgebung zeigen.

Bezugsquelle: Bernhard Frettlöh Tel. 05085/6540
Internet-Quelle: FVA Aachen

 

  uebersicht-nord

Bitte den gewünschten Kartenausschnitt anklicken

 

  • Neben der Thermikkarte wurden 1985 die ,,Meteorologischen Aspekte des Streckensegelflugs'' von D. Müller und Ch. Kottmeier verfasst, die hier als pdf-Datei (150 S., eingescannt; 31,2 MB) vorliegt.
  • Das Ergebnis der vom IMK durchgeführten Mitmachaktion für Streckenflieger (Segelflug, Drachen, Ultraleicht) an der Regionalen Thermikkarte Nordschwarzwald finden Sie unter folgendem Link: Thermikkarte nördlicher Schwarzwald
  • Das Institut für Meteorologie und Klimaforschung der Universität Karlsruhe und die Akademische Fliegergruppe Karlsruhe http://www.akaflieg.uni-karlsruhe.de/ führen gemeinsam die Flugmessexkursion für Meteorologie-Studierende durch.