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Langzeitliche Variabilität hochreichender Konvektion in Europa

Langzeitliche Variabilität hochreichender Konvektion in Europa
Ansprechpartner:

Dipl.-Met. D. Piper, Dr. M. Kunz

Projektgruppe:

IMK-TRO

Förderung:

Helmholtz-Verbunds Regionale Klimaänderungen (REKLIM)

Partner:

Zentrum für Material- und Küstenforschung am HZG

Hochreichende Konvektion und damit verbundene Wetterphänomene wie Starkniederschläge, Starkwind oder Hagel weisen eine sehr hohe räumliche und zeitliche Variabilität auf. In einigen Regionen Europas wie beispielsweise in Süddeutschland werden die meisten Gewitter in den Sommermonaten verzeichnet, während in anderen Gebieten wie dem Tessin (Schweiz) das Maximum auf den Herbst fällt. Die unterschiedliche räumliche Verteilung der Gewitteraktivität wird vor allem von der Orografie, der Entfernung zum Meer (Dämpfung der Temperaturamplitude) und den jeweils vorherrschenden synoptischen Systemen bestimmt. Außerdem zeigen verschiedene Auswertungen eine sehr hohe jährliche bis mehrjährliche Variabilität der konvektiven Aktivität für größere Gebiete Europas (z.B. Mitteleuropa).

Die Ursachen der raumzeitlichen Variabilität hochreichender Konvektion sollen im Rahmen des Helmholtz-Verbunds Regionale Klimaänderungen (REKLIM; Topic 6) näher untersucht werden. Dazu wird zunächst die konvektive Aktivität und Variabilität anhand von Blitzdaten (Deutschland, Frankreich, BENELUX und DACH) charakterisiert. Mit Hilfe von Modelldaten (CoastDat II des HZG) soll dann untersucht werden, welche atmosphärischen Parameter und synoptisch-skaligen Größen maßgeblich die Variabilität der Konvektion bestimmen. Da die Modelldaten über einen langen Zeitraum von mehr als 60 Jahren vorliegen, können daraus sowohl die relevanten Größen als auch mögliche Telekonnektionen sowie deren raum-zeitliche Variabilität bestimmt werden.

Gewittertage
Abb.: Anzahl der Gewittertage basierend auf den BLIDS-Daten der Siemens AG
(Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux; April - September, 2003
)