english  | Home | Sitemap | KIT

Strukturelle Eigenschaften von Taifun Sinlaku (2008) während seiner außertropischen Umwandlung: eine Beobachtungsstudie

Strukturelle Eigenschaften von Taifun Sinlaku (2008) während seiner außertropischen Umwandlung: eine Beobachtungsstudie
Forschungsthema:Außertropische Umwandlung tropischer Wirbelstürme
Typ:Diplomarbeit
Datum:2011
Betreuer:

Jones, S.

Bearbeiter:

Quinting, Julian

Links:Volltext (PDF)

Kurzbeschreibung
Strukturelle Änderungen eines tropischen Wirbelsturms während seiner außertropischen Umwandlung sind die Ursache für schwere Unwetter. Ziel der „THORPEX-Pacific Asian Regional Campaign“ (T-PARC) im Jahre 2008 war es, Einblicke in die unterschiedlichsten physikalischen Prozesse zu erhalten, die diese strukturellen Änderungen bewirken. Während dieser Messkampagne wurde der Taifun Sinlaku von seiner Entstehung bis zu seiner außertropischen Umwandlung mit Hilfe von Messflugzeugen untersucht.
Während der Wechselwirkung von Sinlaku mit der baroklinen Zone entwickelte sich an dessen Ostseite ein kräftiges konvektives System. Zwei Flugzeuge, ausgestattet mit Dropsonden und dem Dual-Doppler-Radar ELDORA, konnten in dem konvektiven System bisher einzigartige Messungen durchführen und die Struktur des Systems mit hoher räumlicher Auflösung dokumentieren. Die gewonnenen Beobachtungsdaten wurden mit dem kürzlich entwickelten Programm SAMURAI („Spline Analysis at Mesoscale Utilizing Radar and Aircraft Instrumentation“) auf eine horizontale Auflösung von 4 km assimiliert. In der daraus gewonnenen Analyse konnten hochreichende Konvektion, ein stratiformes Niederschlagsgebiet, eine Warmfront sowie eine Kaltfront identifiziert werden. Eine Q-Vektor-Diagnose deutet darauf hin, dass erzwungenes Aufsteigen in der Region der Warmfront in einer potentiell instabilen Schichtung zur Entwicklung der hochreichenden Konvektion beigetragen hat. Außerdem führte das Freisetzen latenter Wärme innerhalb der Konvektion zur Produktion potentieller Vortizität und somit zu einer Deformation des Taifuns.
Den Abschluss der Arbeit bildet ein Vergleich der SAMURAI Analyse mit der Analyse des ECMWF Modells. In diesem Vergleich zeigen sich markante Unterschiede in der Wiedergabe der konvektiven Entwicklung.