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HYMEX / Hydrological Cycle in the Mediterranean Experiment

HYMEX / Hydrological Cycle in the Mediterranean Experiment
Ansprechpartner:

Dr. Norbert Kalthoff, Dr. Ulrich Corsmeier, Dr. S. Khodayar

Links:
Projektgruppe:

IMK-TRO

HyMeX-Logo

Tiefdruckgebiete und mesoskalige konvektive Systeme führen häufig zu schadensintensiven Unwettern im westlichen Mittelmeerraum. Eine Vorhersage, wo und unter welchen Bedingungen diese Systeme zu Unwettern führen, ist immer noch eine große Herausforderung. Während die synoptischen Bedingungen dafür verhältnismäßig gut bekannt sind, ist unklar, welche Prozesse letztendlich den genauen Entstehungsort von Unwettern bestimmen. Ein Grund dafür ist die hohe räumliche Komplexität der Orographie, der Landnutzung und des Bodentyps sowie die Schwierigkeit, den Anfangszustand der Bodenfeuchte und der atmosphärischen Variablen mit hoher räumlicher Auflösung vorzugeben.

Mittelmeeer

Orographie_korsika

Abb. 1 (links wie auf jetziger Seite) Orographie des westlichen Mittelmeerraums (links) und von Korsika (rechts). Stationen des IMK-TRO auf Korsika              sind gekennzeichnet.

 

Um das Verständnis des mediterranen Wasserkreislaufs zu verbessern, wurde das HyMeX-Projekt (HYdrological cycle in Mediterranean EXperiment) initiiert. Anhand hochauflösender Modellsimulationen und verfügbarer Beobachtungen in der Region, werden die Prozesse untersucht, die zur Auslösung und Entwicklung konvektiver Systeme verbunden mit starken Niederschlagsereignissen und katastrophalen Folgen führen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einfluss des atmosphärischen Wasserdampfgehalt.
Innerhalb des HyMeX-Messnetzes wurde das „Karlsruhe Observatory for Convection Studies“ (KITcube, link) auf der Insel Korsika betrieben. Dieser Messort erlaubte die Bedingungen im präkonvektiven Umfeld von schadensintensiven Unwettern zu dokumentieren,  die Beiträge der Prozesse, die zur Entwicklung des konvektiven Umfeldes beitragen, zu quantifizieren und  zu untersuchen, welchen Einfluss (orographisch, thermisch, aerodynamisch) Korsika auf die Entstehung und Entwicklung von einzelnen und in Tiefdruckgebieten eingelagerten Cumulonimben und mesoskaligen konvektiven Systemen hat. Des Weiteren erlaubte die Verteilung der Messgeräte auf der Insel die Analyse von Prozessen auf der turbulenten Skala bis hin zur Mesoskala und ihrem Einfluss auf die Wasserdampfverteilung und atmosphärische Schichtung im präkonvektiven Umfeld. 

 

Messstation Südost Messstation Nordost
 Abb. 2: Messstation in Corte auf Korsika mit Blick nach Südosten. Abb. 3: Messstation in Corte auf Korsika mit Blick nach Nordosten.