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Kollaboration zwischen IMK und Universität Tsukuba erfolgreich gestartet

Wetterregime sind langlebige, quasi-stationäre und wiederkehrende großskalige Zirkuationsmuster, die zu Kälte- und Hitzewellen sowie Starkniederschläge und damit verbundene Überschwemmungen führen können. Während die Dynamik und Vorhersagbarkeit von europäischen Wetterregimen in der Forschung viel Beachtung finden, wurden ost-asiatische Wetterregime, die das Wetter in Japan maßgeblich beeinflussen, bisher nur wenig untersucht. Das Wissen über diese Wetterregime zu erweitern ist Ziel des vom DAAD unterstützten Projektes “Weather regimes in Europe and Asia: subseasonal predictability (WEASP)”. Zum Auftakt des Projektes empfing die Arbeitsgruppe “Großskalige Dynamik und Vorhersagbarkeit” kürzlich drei Wissenschaftler von der Universität Tsukuba (Japan), Mio Matsueda (Assistenzprofessor), Akio Yamagami (Postdoktorand) und Takumi Matsunobu (Masterstudent), zu einem einwöchigen Aufenthalt am KIT.

 

 

Der Besuch beinhaltete viele interessante und lehrreiche Diskussionen, in denen wir unsere zwei Arbeitspakete für die kommenden zwei Jahre genauer ausarbeiteten: Zunächst werden wir eine für das gesamte Jahr gültige Definition von Wetterregimen in Ostasien/Japan einführen. Anschließend beabsichtigen wir deren Vorhersagbarkeit auf subsaisonalen Zeitskalen von 10 bis 30 Tagen zu evaluieren, wie wir dies zurzeit bereits für die europäischen Wetterregime tun. In Anbetracht des stark variierenden Wetters in Japan, welches von starken Schneefällen bis hin zu zerstörerischen Taifuns reicht, kann unsere Forschung und Expertise zu spezifischen Vorhersageprodukten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von operationellen Vorhersagen insbesondere für den Raum Ostasien leisten.

Für einige Gäste war es der erste Aufenthalt in Deutschland. Daher nutzten wir Freizeit gemeinsam um uns gegenseitig besser kennenzulernen und einen Eindruck von Land und Leuten zu vermitteln: Eine Wanderung im Nordschwarzwald am sonnigen 1. Mai und ein  Besuch in Heidelberg an einem regnerischen und kühlen Sonntag waren die beiden Highlights. Mit dem gemeinsamen Besuch heimischer Restaurants bekamen die Gäste auch einen ersten Eindruck von der badischen Küche. Im Gegenzug lernten wir von Mio, Akio und Takumi viel über ihre spannende Kultur, ihre Traditionen und ihr Leben als Wissenschaftler in Japan. Deshalb sind wir schon jetzt  sehr gespannt, was uns bei unserem mehrwöchigen Gegenbesuch im Herbst 2019 in Japan erwartet, und freuen uns dann erste wissenschaftliche Fortschritte auszutauschen.

Nachwuchsgruppe "Großräumige Dynamik und Vorhersagbarkeit": http://www.imk-tro.kit.edu/7425.php
Mio Matsuedas Gruppe an der Universität von Tsukuba: http://gpvjma.ccs.hpcc.jp/~mio/
Autoren: Julian Quinting/Dominik Büeler