Kurzbeschreibung
In der numerischen Wettervorhersage ist der Niederschlag noch immer eine der problematischsten Größen.
Dies gilt für alle Modelle, von Globalmodellen mit der Maschenweite zwischen 25 km und 50 km
bis zu hochauflösenden Modellen, wie z.B. das zurzeit beim DWD operationell verwendete COSMO-DE
mit der horizontalen Auflösung von 2.8 km. Eine besondere Schwierigkeit stellen hierbei die konvektiven
Niederschläge dar, die in den tropischen Regionen, insbesondere in Westafrika, fast ausschließlich
den saisonalen Niederschlag ausmachen. Eine mögliche Ursache für die nicht zufriedenstellende Simulation
konvektiver Niederschläge liegt in der Parametrisierung der Konvektionsprozesse. Um im Modell
mesoskalige konvektive Systeme realitätsnah wiederzugeben, ist es von Vorteil, die Konvektionsparametrisierungen
durch die Verwendung von Maschenweiten, bei denen hochreichende Konvektion explizit
aufgelöst werden kann, zu umgehen.
Von dieser Problematik ausgehend sind vor allem in tropischen Regionen hochauflösende Ensemblevorhersagen
ein wichtiges Hilfsmittel, um die bestehenden Unsicherheiten in der Niederschlagsvorhersage
abschätzen zu können.

