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Winter im März - normal?

Der Monat März als Übergangsmonat bietet oftmals schon einen Vorgeschmack auf den nahenden Frühling, gelegentlich präsentiert er sich aber auch noch mal winterlich kalt. Auch Schnee wird hin und wieder zum Thema, und alle 10 Jahre beobachten wir selbst in Karlsruhe eine Schneedecke von 10 cm Mächtigkeit oder mehr, die dann aber selten mehr als 1 oder 2 Tage Bestand hat (z.B. am 19.3.1985 Schneehöhe: 14 cm) Die Ursache liegt im noch sehr kalten Norden und Nordosten Europas einerseits, und dem bereits aufgewärmten Süden und Südwesten des Kontinents andererseits. Dazu kommt die immer kräftiger einstrahlende Sonne, die Tageslänge beträgt ja schon rund 12 Stunden. Je nach Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete wird entweder das Kältereservoir im Nordosten angezapft oder milde Frühlingsluft aus dem Südwesten macht sich auf den Weg nach Mitteleuropa. Die mögliche Temperaturspanne ist sehr groß: Karlsruhe erlebte am 6.3.1895 eine Tiefsttemperatur von -15.0°C, frühsommerlich warm war es mit 26.7°C dagegen am 28.03.1989. In diesem Jahr allerdings standen die Zeichen meist auf Winter und die kontinentale Kaltluft aus dem Nordosten dominierte das Wettergeschehen. Die Wetterlagenkonstellation erwies sich als ungewöhnlich stabil, milde Frühlingsluft hatte kaum eine Chance. Das Ergebnis: Ein insgesamt viel zu kalter Monat im Südwesten Deutschlands, im Norden und Nordosten zahlreiche neue Rekorde der Tiefsttemperatur und mancherorts der kälteste März seit Aufzeichnungsbeginn vor mehr als 100 Jahren.

Der Winter im März 2013: Sehr ungewöhnlich hinsichtlich Intensität und Andauer.

 

 

Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier unter  www.wettergefahren-fruehwarnung.de/Ereignis/20130329_e.html