deutsch  | Home | Sitemap | KIT

Erfahrungsberichte von Meteorologiestudierenden

Johannes: Studium, Istanbul, Türkei (12 Monate)

Philipp: Studium & Messkampange, , Israel (x Monate)

Sinan: Studium, Leeds, England (x Monate)

Jutta: Praktikum, Leeds, England (x Monate)

Marie: Praktikum am Geophysical Institute, University of Alaska, Fairbanks, USA (9 Monate)

Katharina: Studium an der UNIS, Longyearbyen, Spitzbergen, Norwegen (5 Monat)

Beata: Messkampange, Korsika, Frankreich (x Monate)

 

 

 

Marie: Praktikum am Geophysical Institute, University of Alaska, Fairbanks, USA (9 Monate)

AlaskaUm zu sehen was das wirkliche "Forscherleben" so mit sich bringt entschied ich mich damals, kurz vor Beginn der Diplomarbeit, ein Praktikum im Ausland zu machen. Der Ort des Praktikums entschied sich bei einem Gespräch mit einem älteren Studenten, der selbst ein Praktikum in Alaska gemacht hatte. Begeistert von der Idee auch mal nach Alaska zu kommen, arrangierte ich ein Treffen mit einem der Professoren um mich über die Möglichkeiten und Formalitäten zu informieren (z.B. beantragen von Urlaubssemestern, da ein Praktikum nicht Teil des Diplomstudiums ist). Nachdem alles geklärt war, schrieb ich eine E-Mail an den Leiter der Arbeitsgruppe "Sea-Ice" der Universität Alaska, Fairbanks, mit der Frage, ob es möglich wäre ein Praktikum in seiner Gruppe zu machen. Innerhalb weniger Tage erhielt ich eine Antwort: Ja, schick eine kurze Bewerbung, nur eine Bedingung: mind. 6 Monate Aufenthalt da sonst der formale Aufwand zu groß ist. Also einigten wir uns auf 7 Monate und er bot mir eine finanziellen Unterstützung in Höhe von 650$/Monat an – bei weitem nicht ausreichend aber besser als nichts. Nach wenigen Monaten ging es los. Neben meinen Forschungsaufgaben hörte ich noch die Vorlesung „Meereis-geophysik“, welche mir ebenfalls finanziert wurde (Studiengebühren in den USA sind teuer). Absolutes Highlight, und auch der Grund warum ich die geplanten 7 Monate Aufenthalt auf 9 Monate verlängerte, war ein 10-tägiger Forschungsaufenthalt in Barrow, Alaska.  Dort durfte ich einem Kollegen bei Meereisdickenmessungen helfen. Allen in allem nicht nur wissenschaftlich ein tolles Erlebnis.


Katharina: Studium an der UNIS, Longyearbyen, Spitzbergen, Norwegen (5 Monat)

SpitzbergenFür meinen Auslandsaufenthalt an der UNIS (University Centre in Svalbard) in Longyearbyen, Spitzbergen, hatte  ich mich schon sehr früh entschieden. Absolviert habe ich dann das Auslandssemester nach dem 8. Semester im Diplomstudiengang. Zur Info: UNIS ist keine eigenständige Uni, sondern wird über Hochschulen auf dem Festland organisiert. Da Norwegen sehr hohe Lebenshaltungskosten hat, hatte ich zusätzlich Auslands-BAföG beantragt.

Die Uni hat nur etwa 150 Studenten. Einen Sprachkurs oder eine Einführungswoche gibt es nicht – dafür einen safety course. In diesem Kurs, der eine Woche dauert, lernt man mit einer Waffe umzugehen, da es auf Spitzbergen Eisbären gibt, die vor allem im Sommer hungrig sein können. Uns wurde beigebracht wie man sich verhalten soll, wenn sich ein Eisbär nähert, was man beim Campen und Wandern beachten muss und noch vieles mehr.

Die verschiedenen Kurse an der UNIS sind alle auf die Arktik bezogen. Ich wählte die Fächer Polar Ocean Climate und Arctic Hydrology and Climate Change. Im ersten Kurs war ich 5 Tage mit dem Schiff unterwegs. Wir wurden in Tag- und Nachtschichten eingeteilt und führten Messungen vom Schiff aus durch. Im Hydrologie Kurs gab es ebenfalls eine große Exkursion und mehrere kleine Exkursionen. In diesem Kurs habe ich sehr viel gelernt, sei es im Labor oder draußen beim Schneeprofil untersuchen. Die Dozenten kamen nur teilweise aus Norwegen, daher war es sehr abwechslungsreich und interessant ihnen zu zuhören. Ich habe in beiden Kursen Prüfungen gemacht. Diese konnte ich aber in Karlsruhe nicht anerkennen lassen, da ich schon beide Nebenfächer geprüft hatte. Trotz der hohen Kosten war das Studium in Longyearbyen ein unvergessliches Erlebnis. Die Kurse sind einmalig und die Umgebung ist großartig.