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Wettergefahren-Frühwarnung

Wettergefahren-Frühwarnung
Ansprechpartner:Dipl.-Met. B. Mühr, Dr. M. Kunz
Projektgruppe:IMK-TRO
Förderung:CEDIM (Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology)

 

Ziel und Aufgabe der "Wettergefahren-Frühwarnung"

Der Internet-Informationsdienst "Wettergefahren- Frühwarnung" informiert über bevorstehende oder gerade auftretende extreme Wetterereignisse. Die Webseiten sind tagesaktuell, ständig verfügbar und werden bei Bedarf auch mehrmals täglich aktualisiert. Der Routinebetrieb begann am 1. Februar 2004 und wurde kontinuierlich aufrecht erhalten. Zwar liegt das Hauptaugenmerk auf den Vorgängen in Mitteleuropa, doch bleiben z.B. selbst Überschwemmungen durch starke Monsunregen in Südostasien oder ungewöhnlich heftige Wintereinbrüche auf Neuseeland nicht unberücksichtigt.

 

Als extreme Wetterereignisse gelten

  • Sturm- oder Orkantiefs, wenn Sie für das Binnenland oder die Küste eine große Gefahr darstellen;
  • sommerliche Gewitterlagen, bei denen verbreitet mit schweren Gewittern gerechnet werden muss;
  • Starkniederschlags- und Hochwasserlagen (z.B. intensiver Dauerregen, Schneeschmelze);
  • Extreme Hitze- und Kälteperioden, aber auch Wetterereignisse, die zu großen Temperaturabweichungen vom langjährigen Mittelwert führen oder mit Gefahren z.B. für die Landwirtschaft einhergehen (z.B. Spätfröste, frühe Wintereinbrüche, Trockenheit);
  • Tropische Wirbelstürme (Hurrikane, Taifune) und tropische Stürme oder Depressionen, wenn auf ihrer Zugbahn bewohnte Inseln liegen oder der Landgang in einer besiedelten Küstenregion erfolgt und
  • andere Ereignisse wie z.B. Vulkanausbrüche, Waldbrände.

 

Von der Vorwarnung bis zur Analyse

Als Entscheidungsgrundlage dienen Modellrechnungen verschiedener globaler (vor allem des amerikanischen GFS-Modells), zum Teil auch regionaler Modelle, wie sie bei den nationalen Wetterdiensten und anderen Institutionen operationell eingesetzt werden und im Internet verfügbar sind. Deutet sich in den Modellvorhersagen ein extremes Wetterereignis an und beurteilt der Bearbeiter mit seiner Erfahrung die Entwicklung ähnlich, formuliert er ein bis vier Tage vor dem wahrscheinlichen Eintritt des Ereignisses eine Vorwarnung oder Warnung. In ihr wird darauf hingewiesen, welche Gebiete betroffen sein können und was auf sie zukommt. Diese Warnungen werden täglich, in besonderen Fällen auch mehrmals täglich aktualisiert. Etwa ein bis drei Tage nach dem Ereignis steht eine ausführliche Analyse zur Verfügung, bei der umfangreiche Informationen in Form von Bild- und Kartenmaterial präsentiert werden. Sämtliche Warnungen, Hinweise und ausführliche Analysen finden sich in dem mittlerweile umfangreichen Archiv.

 

Der Routinebetrieb und neue Visualisierungstools

Neben der täglichen Beobachtung und Bewertung der weltweiten Wettervorgänge umfasst der Routinebetrieb auch die Erzeugung eigener spezieller Karten und Abbildungen. Dazu wurden in den letzten Jahren immer umfangreichere und komplexere Programme entwickelt, die inzwischen vier Mal täglich für die ganze Welt viele Hundert Spezialkarten erzeugen. Die Zusammenführung dieser Karten mit google-maps erlaubt eine ganz neue und bequeme Navigation. Mutmaßlich gefährdete Gebiete oder Städte können so sofort identifiziert werden.