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Studienablauf Bachelor Meteorologie

Der Meteorologie-Bachelorstudiengang ist nicht zulassungsbeschränkt. Das Studium kann generell nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester und umfasst 180 LP.

Das Studium der Meteorologie ist ein physikalisches Studium mit spezieller Ausrichtung auf die Physik der Atmosphäre. Der Bachelorstudiengang Meteorologie ist daher in den ersten drei Semestern nahezu identisch zum Bachelorstudiengang Physik und besteht in diesen Semestern insbesondere aus Lehrveranstaltungen zur Physik und Mathematik und den entsprechenden Prüfungsanforderungen.

Zusätzlich erwerben Studierende in den ersten Semestern die meteorologischen Grundlagenkenntnisse. Ab dem vierten Semester wird das Wissen über meteorologische Zusammenhänge in Lehrveranstaltungen zur Theoretischen Meteorologie, Synoptik (Wetterkunde) Numerik und Statistik sowie zur Zirkulation und Zusammensetzung der Atmosphäre. Durch das meteorologische Praktikum und dem Seminar zur Wettervorhersage erfahren die Studierenden die Anwendung und Umsetzung des erworbenen meteorologischen Fachwissens.

Im Rahmen des meteorologischen Praktikums und der Bachelorarbeit können die Studierenden den Umgang mit meteorologischen Datensätzen lernen. Dazu gehören die Anwendung statistischer Verfahren, die grafische Darstellung sowie der Umgang mit spezieller Software (Datenverarbeitung und Programmieren). Außerdem besteht die Möglichkeit, an internationalen Messkampagnen teilzunehmen.

Obligatorisch ist der Erwerb zusätzlicher Schlüsselqualifikationen (z.B. Sprach-, Schreib-, Präsentationskurse). Gute Kenntnisse der englischen Sprache sollten vorhanden sein oder erworben werden. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester. Das KIT ist aber sehr darum bemüht, Studierenden die Möglichkeit zu geben, die Studienpläne an individuelle Bedürfnisse anzupassen und bei Bedarf zu entschleunigen.

Bei der Meteorologie handelt es sich im Vergleich zu den Studienfächern Physik oder Informatik um ein kleines Studienfach. Am KIT  beginnen max. 50 Studierende pro Jahr mit dem Studium der Meteorologie. Das hervorragende Betreuungsverhältnis und die Nähe zu aktuellen Forschungsarbeiten des Instituts schaffen so beste Studienbedingungen.

Angeboten werden am KIT neben dem Bachelorstudiengang Meteorologie auch der Masterstudiengang Meteorologie. Obwohl der Bachelorstudiengang ein eigenständiger, berufsqualifizierender Abschluss ist, ist man am KIT ist man bestrebt, den Masterabschluss als Regelabschluss zu etablieren.

Der Masterstudiengang Meteorologie baut auf dem Bachelorstudiengang auf. In ihm erfolgt eine weitere Verbreiterung und Vertiefung des Wissens. Breiten Raum nimmt dabei das wissenschaftliche Arbeiten mit der Anfertigung einer Masterarbeit ein. Des Weiteren sind interdisziplinäre Verknüpfungen mit anderen Naturwissenschaften (z.B. Physik, Geophysik, Geologie, Chemie,…) möglich. Wählen die Studierenden diese als Nebenfach, können fachübergreifende wissenschaftliche Kompetenzen erworben werden. Die Regelstudienzeit im Master beträgt 4 Semester.


Informationen zu den Themenbereichen des Bachelorstudiengangs:

Das Bachelorstudium ist formal in 8 Fächer aufgeteilt, die wiederum in 4 übergeordnete Themenbereiche eingeordnet werden können:

  • Meteorologie,
  • Physik,
  • Mathematik und Informatik und
  • Überfachliche Qualifikationen.

Die Fächer sind wiederum gegliedert in Module, die aus mehreren Lehrveranstaltungen bestehen (eine ausführliche Beschreibung der Module und Veranstaltungen findet ihr im Modulhandbuch Bachelor Meteorologie und Physik):

  1. Meteorologie
    • Grundlagen Meteorologie
      Im Mittelpunkt steht der Erwerb der physikalischen Grundlagen der Meteorologie und Klimatologie sowie eines grundlegenden Verständnisses der in der Atmosphäre ablaufenden relevanten physikalischen und chemischen Prozesse, des Klimasystems der Erde und der wesentlichen Elemente des Wettergeschehens.
    • Theoretische Meteorologie:
      Die Studierenden eignen sich Wissen über die hydro- und thermodynamischen Prozesse in der Atmosphäre auf der Basis physikalischer Gesetzmäßigkeiten sowie zugehörige mathematische Lösungsmöglichkeiten an. Zusätzlich lernen sie theoretische Modellvorstellungen zur Beschreibung atmosphärischer Phänomene und Strahlungsprozesse in der Atmosphäre kennen.
    • Angewandte Meteorologie:
      Es werden sowohl praktische und theoretische Grundlagen zur Anwendungen unterschiedlicher meteorologischer Messverfahren als auch die Auswertung von Messdaten erprobt. Die physikalische Analyse, Diagnose und Prognose des aktuellen Wettergeschehens wird anhand der Theorie und einer wöchentlichen Analyse und Diskussion über das aktuelle Wetter vermittelt. Die Vorlesungen zu numerischen Methoden, die in verschiedenen Programmiersprachen erarbeitet werden, und der Statistik schaffen die Basis für das Arbeiten mit numerischen Modellen.
    • Bachelorarbeit:
      In der Bachelorarbeit setzt ich jeder Studierende mit einem aktuellen Foschungsthema auseinander, erarbeitet sich selbstständig Ergebnisse, welche in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammengetragen und präsentiert werden.
  2. Physik
    • Experimentalphysik:
      Hier erwerben die Studierende Kenntnisse über die experimentellen Grundlagen und die mathematische Beschreibung der klassischen Mechanik, der Hydromechanik, der speziellen Relativitätstheorie, der klassischen Elektrodynamik, der Optik und klassischen Thermodynamik. Im Praktikum führen die Studierenden physikalische Messungen und Versuchsaufbauten aus den Bereichen Optik, Elektrodynamik und Elektronik durch.
    • Theoretische und Moderne Physik:
      Bei der klassischen Theoretischen Physik erwerben die Studierenden grundlegende, mathematische Kenntnisse und Fertigkeiten am Beispiel einfacher mechanischer Probleme, der Behandlung der analytischen Mechanik der Punktmassen, starrer Körper und der Kontinua im Mittelpunkt. In der Vorlesung zur modernen Physik lernen die Studierenden folgende Themengebiete kennen: Spezielle Relativitätstheorie, Quantenphysik, Atomphysik, Festkörperphysik und Kern- und Elementarteilchenphysik.
  3. Mathematik und Informatik
    • Höhere Mathematik:
      Die Studierenden eignen sich Wissen in den Gebieten der Analysis, Vektoranalysis und linearen Algebra sowie der Funktionentheorie, Differentialgleichungen und Integraltransformationen an.
    • Programmieren und Rechnernutzung:
      Grundkenntnisse einer Programmiersprache, aktuell C++, und das Erlernen selbstständiger Programmentwicklung stehen in dieser Veranstaltung im Mittelpunkt.
  4. Überfachliche Qualifikationen (z.B. wissenschaftliches Schreiben/Präsentieren, Sprachkurse oder Arbeitstechniken)

 

Studienplan Bachelor Meteorologie (Regelstudienzeit 6 Semester)

Abb.: Studienplan des Bachelorstudiengangs (Stand August 2018)
Abkürzungen: LP= Leistungspunkt, V:Vorlesung, Ü: Übung, S: Seminar, Angaben in Semesterwochenstunden.