Aerosole spielen eine wichtige Rolle im Klimasystem. Sie modifizieren das Strahlungsfeld und treten in Wechselwirkung mit Wolken und den gasförmigen Spurenstoffen. Zur Quantifizierung der relevanten physikalischen und chemischen Vorgänge und deren Wechselwirkungen mit dem regionalen Klima entwickeln wir komplexe numerische Simulationsmodelle auf verschiedenen Skalen bis hin zur synoptischen Skala.
Die Wechselwirkungen zwischen anthropogenem Aerosol und atmosphärischen Prozessen werden zurzeit nicht gut verstanden. Dies führt auch zu den größten Unsicherheiten, wenn es um die Abschätzung des Einflusses des Menschen auf das globale Klima geht (IPCC Report 2007).
Wir untersuchen insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Aerosolpartikeln und regionalen Wettersystemen sowie gasförmigen Komponenten in der Troposphäre durch die Anwendung und Weiterentwicklung des Modellsystems COSMO-ART. Die Modellrechnungen werden dabei mit einer horizontalen Maschenweite der Größenordnung weniger Kilometer durchgeführt.
Spezielle Anwendungsgebiete sind:
Aerosole und der Zustand der Atmosphäre
- Quantifizierung des Einflusses von natürlichen und anthropogenen Aerosolpartikeln auf den Zustand der Atmosphäre auf regionaler Skala
- Sichtweitenbestimmung, basierend auf modellierten Aerosolverteilungen
Aerosole und Gasphasenchemie
- Einfluss der heterogenen Hydrolyse von N2O5 auf die Chemie und Bildung von Nitrat-Aerosolen in der unteren Troposphäre unter Photosmog-Bedingungen
Biologische Aerosole
- Emission und Ausbreitung von Pollen und Bakterien
Mineralstaub
- Emission und Ausbreitung von Mineralstaub
- Mineralstaub und Gasphasenchemie
- Mineralstaub und regionales Klima
Photooxidantien
- Relative Bedeutung von individuellen Quellen für die Produktion von HONO


