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Forschende Straßenbahn - der Luftbelastung auf der Spur

ESKP_Straßenbahn_groß
Foto: KIT

Wie beeinflusst die zunehmende Urbanisierung und damit verbunden das steigende Verkehrsaufkommen unseren Lebensraum und die Luftqualität? Feinstaub, Stickoxide und Ozon sorgen in städtischen Ballungsräumen immer wieder für heftige Diskussionen.

Um valide wissenschaftliche Daten über lange Zeiträume hinweg zu erhalten, entwickelte das IMK-TRO in Kooperation mit der Karlsruher Verkehrsbetriebe GmbH die sogenannte AERO-TRAM. Dabei handelt es sich um ein mit Forschungshightech gespicktes mobiles Labor, das automatisierte Langzeitmessungen der Spurengase O3, NO, NOx, CO, CO2, H2O(g) sowie Feinstaubuntersuchungen hinsichtlich Gesamtpartikelanzahl und Partikelanzahlgrößenverteilung erlaubt.

Mehr als 6.200 Mal pendelten speziell präparierte Straßenbahnen zwischen Karlsruhes  Innenstadt und dem Umland. Dabei sammelte die AERO-TRAM unablässig hochaufgelöste Daten: zu Feinstaub, Stickoxiden, Temperatur, Feuchte, aber auch zu Ozon, welches sich in Verbindung mit Abgasen bildet. Die Ergebnisse der Messungen zeigen beispielsweise auf, ab welchen Windgeschwindigkeiten mit einer geringeren Schadstoffbelastung in der Stadt zu rechnen ist. Es wurde festgestellt, dass die hohen Stickoxid- und Partikelwerte an Verkehrsknotenpunkten beim Einfahren in die Fußgängerzone schnell und stark zurückgehen. Des Weiteren sinken zudem die Stickoxid-Konzentrationen schnell beim Übergang von Innenstadt zu Umland.

Mehr dazu im ESKP-Themenspezial "Metropolen unter Druck":
https://themenspezial.eskp.de/metropolen-unter-druck/staedte-erforschen/forschende-strassenbahn/

[Arbeitsgruppe: Spurenstoffmodellierung und Klimaprozesse]