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Städte mit praxisnahen Klimakenngrößen im Alltag unterstützen

Foto: Daniel Kocherscheidt / pixelio.de

Städte sollen sich an den Klimawandel anpassen. Doch wie soll das genau geschehen? Bis heute sind kleinräumige Vorhersagen schwierig. Das Süddeutsche Klimabüro am IMK-TRO hat ein Projekt durchgeführt, bei dem genau dieser Dialog im Mittelpunkt stand. Dafür wurde mit Unterstützung des Städtetags Baden-Württemberg eine Befragung von Städten durchgeführt. Darin wurde unter anderem nach dem Stand der Klimawandelanpassung gefragt und zu welchen Klimakenngrößen Informationen verwendet oder gewünscht sind.

Als ein Ergebnis der Befragung zeigte sich, dass Anpassung zwar als wichtiges Thema angesehen wird. Allerdings wird es aber noch wenig umgesetzt, weil das Thema relativ neu ist. Aus den Ergebnissen der Befragung (23 Städte) und zusätzlichen Interviews mit ca. 20 Experten aus verschiedenen Handlungsfeldern konnten ca. 40 neue Klimakenngrößen abgeleitet werden, deren zukünftige Entwicklung sich mit regionalen Klimasimulationen ausrechnen ließ. Sämtliche Größen beruhen auf der praktischen Erfahrung von Entscheidungsträgern. Die Beispiele reichen von der „Menge an Niederschlag während der Pflanzzeit“ aus der Forstwirtschaft über „günstige Wetterbedingungen für Zecken“ aus dem Bereich Gesundheit bis hin zu „Spaziergangtagen“ für den Tourismus. Ein weiteres Beispiel sind „Wetterbedingungen für den mittleren Winterdienst“. Diese sind stark an die Erfahrungen des Winterdienstes gekoppelt, da sich ein selteneres Auftreten solcher Wetterbedingungen auf die Personalplanung und den Einkauf von Streumaterial auswirken können.

Mehr dazu im ESKP-Themenspezial "Metropolen unter Druck":
https://themenspezial.eskp.de/metropolen-unter-druck/staedte-erforschen/praxisnahe-klimakenngroessen/

[Süddeutsches Klimabüro am Karlsruher Institut für Technologie]