english  | Home | Datenschutz | Sitemap | KIT

Raumklima verbessern, Wärmebelastung in Gebäuden verringern

Foto: Pino Madeo / pixelio.de

Sommerliche Hitzewellen beeinträchtigen erheblich den Wohnkomfort in Innenräumen. Dies ist nicht nur auf den damit verbundenen Temperaturanstieg im Raum zurückzuführen, sondern auch auf die häufig damit einhergehende hohe Luftfeuchte, die durch menschliche Aktivitäten im Raum noch verstärkt wird. Die Wissenschaft sucht gezielt nach pragmatischen und gleichzeitig umweltfreundlichen Ansätzen, um bei zukünftigen Extremwetterereignissen Alternativen zu energieintensiven Klimaanlagen bieten zu können. Die Optimierung von feuchteregulierendem Putz ist ein lohnender weiterer Baustein auf diesem Weg.

KIT-Wissenschaftler haben nun in Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen Klimabüro am IMK-TRO im Rahmen des interdisziplinären Projekts „Leistungskriterien für wohnkomfortgerechte Wandbaustoffe unter Einfluss des Klimawandels in Baden-Württemberg (raum/klima/putz)“ ein Anforderungsprofil für neue Putzsysteme entwickelt, die das Raumklima verbessern, ohne dass technisch und ökonomisch aufwändige Klimaanlagen benötigt werden. Dazu wurde das Zusammenspiel des Außen- und Innenraumklimas unter Berücksichtigung des thermisch-hygrischen Verhaltens der Wände und des Putzes eines Gebäudes abgebildet. Auf dieser Basis wurde der Einfluss verschiedener Putzsysteme auf das Raumklima und den daraus resultierenden Komfort des Nutzers untersucht. Die Ergebnisse liefern erweiterte Erkenntnisse über den sommerlichen Nutzerkomfort sowie über die notwendigen Eigenschaften solch neuartiger Putzsysteme.

Die Haupterkenntnis im Projekt ist, dass über eine ganzheitliche Betrachtung des Wandsystems ein Anforderungsprofil für Sanierputze bestimmt werden kann. Es berücksichtigt nachhaltig sowohl Komfortkriterien im Innenraum als auch Einflussfaktoren des Außenklimas. Die Aufteilung in die drei Teilbereiche „RAUM“, „KLIMA“ und „PUTZ“ ermöglichte eine grundlegende Betrachtung der unterschiedlichen Disziplinen sowie deren Wechselwirkungen.

Mehr dazu im ESKP-Themenspezial "Metropolen unter Druck":
https://themenspezial.eskp.de/metropolen-unter-druck/stadtklima-verbessern/raumklima-verbessern/

[Süddeutsches Klimabüro am Karlsruher Institut für Technologie]