IMKTRO Forscher für das Deutsche Nationalkomitee für Nachhaltigkeitsforschung berufen

Prof. Dr. Andreas Fink wurde vom Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Mitglied des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung (DKN) persönlich berufen.

Dr. Andreas Fink, Professor für Meteorologie und Leiter der Arbeitsgruppe „Tropische Meteorologie“ am IMKTRO, wurde vom Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Mitglied des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung (DKN) persönlich berufen. Das interdisziplinäre Komitee wird seine Arbeit im fünften Amtszeitabschnitt von 2026 bis 2028 mit insgesamt neun Mitgliedern unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Daniela Jacob (GERICS, Hamburg) fortsetzen. Die neun Expertinnen und Experten bringen ein breites Spektrum wissenschaftlicher Perspektiven und Themen aus der Nachhaltigkeitsforschung ein und unterstützen damit die strategische Weiterentwicklung des Forschungsfeldes. Das Komitee hat seine Arbeit offiziell mit der Gründungssitzung in Berlin am 21. April 2026 aufgenommen.

Prof. Dr. Andreas H. Fink
Prof. Dr. Andreas H. Fink auf der Gründungssitzung für die neuen DKN Mitglieder, welche vom 21-22.04.26 in Berlin stattfand


Das DKN ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der DFG und koordiniert Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland und fungiert als zentrale Anlaufstelle, um Wissen von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu sammeln und nachhaltige Handlungsoptionen zu entwickeln. Gleichzeitig legt das Komitee gemeinsam mit Stakeholdern Forschungsschwerpunkte fest, die den Zielen der UN Agenda 2030 und den deutschen Nachhaltigkeitsstrategien entsprechen, und berät über die Vergabe von Fördermitteln. Durch die Ausrichtung von Fachsymposien, Workshops und Publikationen schafft das DKN ein Netzwerk, das den Austausch von Best Practice Beispielen ermöglicht und Nachwuchsförderprogramme stärkt. Es vermittelt zudem zwischen Wissenschaft und Politik, damit Forschungsergebnisse in konkrete Leitlinien und politische Maßnahmen überführt werden. Schließlich pflegt das DKN enge Kooperationen mit internationalen Gremien bzw. Initiativen, um den transnationalen Wissensaustausch zu fördern. So fungiert es als nationale Kontaktstelle und Plattform für Entwicklungen und Aktivitäten im internationalen Forschungsprogramm „Future Earth“ und im World Climate Research Programme (WCRP). Diese Kooperationen stärken die Position Deutschlands in der weltweiten Nachhaltigkeitsforschung.

Mit seiner umfassenden Expertise zum Thema Klima und Erfahrungen in großen inter- und transdisziplinären Projekten z.B. in der Wasser- und Agrarforschung im Globalen Süden will Andreas Fink Impulse insbesondere beim deutschen Beitrag zur Neujustierung der Nachhaltigkeitsziele nach 2030 setzen.  Im Jahre 2015 wurden 17 Ziele bis 2030 definiert (https://www.bmz.de/de/agenda-2030). Dabei wurde nicht erwartet, dass diese in 2030 komplett erreicht werden – allerdings haben viele Staaten seit 2015 ihre Nachhaltigkeitsstrategien, einschließlich der Forschung, an diesen Zielen orientiert, so dass bei vielen deutliche Fortschritte erreicht werden konnten. Daher gibt es ein breites Bestreben, diese Ziele angepasst weiter zu verfolgen. „Inzwischen gibt es auch neue, große Herausforderungen“ sagt Andreas Fink. Der explodierende KI Boom und „Cloud Computing“ stellen extreme Anforderungen an die Wasser- und energetischen Ressourcen und damit auch an die Entwicklung hinreichender grüner Energien. „Weiterhin kann die derzeitige Entwicklung zu einer multipolaren Welt auch die nötige wissenschaftliche Zusammenarbeit im Nachhaltigkeitssektor beeinträchtigen, darunter auch die mit dem Globalen Süden“ erklärt Andreas Fink. Durch seine Arbeit im DKN erhofft sich Fink, in den genannten Bereichen wichtige Impulse setzen zu können. „Die persönliche Berufung in das Komitee ist mir eine große Ehre und Herausforderung, die ich mit großer Motivation annehme“ sagt Fink.

Weitere Informationen:

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https://www.dkn-future-earth.org/about_us/news/120543/index.php.en