Messkampagnen

Das IMKTRO koordiniert oder beteiligt sich an zahlreichen zumeist internationalen Messkampagnen. Häufig im Einsatz ist dabei der KITcube, ein mobiles integriertes Atmosphärenbeobachtungssystem, das weltweit eingesetzt werden kann.

  • NAWDIC (2026)
    Das Projekt North Atlantic Waveguide, Dry Intrusion, and Downstream Impact Campaign (NAWDIC) ist eine internationale Messkampagne, die sich auf die atmosphärische Dynamik in den mittleren Breiten konzentriert mit dem Ziel, detaillierte Beobachtungen zur Verbesserung des Verständnisses und der Modellierung der mesoskaligen Tropopausenstruktur, der Wechselwirkung zwischen Dry Intrusions und planetarer Grenzschicht sowie deren Beziehung zu Extremwetterereignissen im Winter im Bereich des Nordatlantik zu liefern.
  • TEAMx (2025)
    Atmosphärische Prozesse, welche häufig spezifisch für Gebirgsregionen sind, beeinflussen den Austausch von Impuls, Wärme und Masse zwischen der Erdoberfläche und der Atmosphäre. TEAMx ist ein internationales Forschungsprogramm das darauf abzielt unser Verständnis dieser Prozesse zu verbessern. Diese Feldkampagne konzentriert sich auf die europäischen Alpen, wobei mikrometeorologische Instrumente, bodengestützte Profilmessgeräte und flugzeuggestützte Sensoren in großem Umfang eingesetzt werden.
  • Swabian MOSES 2.0 (2023)
    Die Kampagne Swabian MOSES 2.0 fand im Rahmen des MOSES-Beobachtungssystems der Helmholtz-Gemeinschaft statt. Dieses besteht aus verschiedenen Modulen, welche insbesondere die Wechselwirkungen zwischen kurzfristigen Ereignissen und langfristigen Trends in verschiedenen Komponenten des Erdsystems zu untersuchen. Der genaue Schwerpunkt der Kampagne lag auf der Entwicklung von Gewittern, Starkregen und Hagel.
  • J-WADI (2022)
    Im September 2022 wurde im Süden Jordaniens eine umfassende Messkampagne über Mineralstaub durchgeführt. Ziel war es, die Partikelgröße einschließlich riesiger Mineralstaubpartikel und die mineralogische Zusammensetzung des emittierten Staubs sowie deren Abhängigkeit von der emittierenden Oberfläche und den meteorologischen Bedingungen besser zu verstehen. Das Verständnis des Emissionsprozesses von Mineralstaub ist eine wichtige Voraussetzung für die Quantifizierung der regionalen und globalen Auswirkungen von Staub auf Luftqualität, Gesundheit, Wirtschaft und nicht zuletzt auf Wetter und Klima.

Weiterführende Informationen zu diesen und weiteren durchgeführten Messkampagnen finden Sie hier auf der Website des KITcube.

 

Messsysteme und Daten

Das IMK-TRO betreibt neben den Wetterstation die folgenden mobilen und stationären Messsysteme:

  • KITcube
    Das Integrierte Atmosphärenbeobachtungssystem des IMK-TRO besteht aus verschiedenen mobilen Messystemen für den weltweiten Einsatz. Der KITcube kombiniert dabei hochauflösende Messungen von Fernerkundungssystemen mit klassischen in situ Instrumenten. Koordinierte Scans ermöglichen die detaillierte Untersuchung von Konvektion, Wolken und Niederschlag.
    Die KITcube-Instrumente dienen weiterhin als AERONET-Station "Karlsruhe" als auch als zusätzliche temporäre Stationen während Messkampagnen.
     
  • KITmast
    Das IMK-TRO betreibt einen 200 m hohen meteorologischen Messmast am KIT-Campus Nord, welcher mit turbulenzauflösenden Insrumenten für Wind-, Temperatur- und Feuchtemessungen ausgestattet ist. Zusätzlich ist der Turm mit Sensoren des Deutschen Wetterdienstes ausgestattet und dient als ICOS Ankerstation.
     
  • KITradar
    Das IMK-TRO betreibt ein C-Band Dualpol Doppler-Radar am KIT-Campus Nord, welches zur Untersuchung der dynamischen Struktur von Einzelwolken und Wolkensystemen und zur flächendeckenden, kontinuierlichen Niederschlagsmessunggenutzt wird.
     
  • KITsonde
    Das IMK-TRO entwickelt ein neues Multi-Sensor Fallsondensystem für hoch und schnell fliegende Forschungsflugzeuge. Die Besonderheit des neuen Systems ist einerseits die Möglichkeit bis zu 30 Sonden gleichzeitig einsetzen zu können um räumlich und zeitlich besonders hoch aufgelöste Messungen im Bereich inhomogener Zonen der Atmosphäre zu gewinnen. Andererseits ermöglicht die Trennung von Messsonde und Abwurfbehälter die Integration neuer Sensortechniken.


Infos zu Messdaten

Grundsätzliches zur Datenabgabe

Verpflichtungserklärung