Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Parametrisierung und Simulation des Auswaschens von Aerosolpartikeln

  • Typ:Diplomarbeit
  • Datum:11/2010
  • Betreuer:

    Beheng, K.D.

  • Bearbeiter:

    Wolff, Isabelle

  • Links:Volltext (PDF)
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    Ziel der Arbeit war es, sowohl den mikrophysikalischen Prozess des
    nucleation aerosol scavenging (NAS) als auch den durch collision aerosol scavenging (CAS)
    in das Zwei-Momenten-Mikrophysikschema von Seifert und Beheng (2006) zu
    integrieren. Dazu wurden zunächst zwei Bilanzgleichungen für die räumliche und zeitliche
    Änderung der Aerosolpartikelanzahldichte und der aktivierten Aerosolpartikel
    erstellt. Die Anzahl der aktivierten Aerosolpartikel = Wolkenkondensationspartikel
    infolge von NAS wurden nach Abdul-Razzak und Ghan (1998 und 2000) vorgenommen.
    Für die Parametrisierung von CAS wurde eine Form nach Herbert und Beheng (1986)
    verwendet, wobei der effektive Tropfenkollektorradius anhand eines Trajektorienmodells
    neu bestimmt wurde.

    Es wurden die Einflüsse von NAS und CAS auf die Entstehung und Entwicklung von konvektiven
    Wolken bei einer Bergüberströmung modelliert und bewertet. Es stellte sich heraus, dass
    die Effekte durch NAS und CAS sehr unterschiedlich sind. Im Fall des NAS nahm der Niederschlag
    bei maritimen Bedingungen leicht ab, während er sich bei kontinentalen verstärkte.
    Auch der CAS-Effekt war merklich. Im maritimen Fall fiel mehr Niederschlag im Vergleich
    zu dem Fall, in dem dieser scavengingmechanismus nicht berücksichtigt wurde, während er sich
    im kontinentalen Fall massiv abschwächte.